Raucher lebten sieben Jahre kürzer als schlanke Nichtraucher
Die Forscher hatten die Ergebnisse nicht anhand von statistischen Auswertungen realer Fälle, sondern anhand von Simulationen gewonnen. Dazu schufen sie drei hypothetische Gruppen: schlanke Nichtraucher, schlanke Raucher und fettleibige Nichtraucher (Body-Mass-Index über 30). Als Grundlage für die Simulationen nutzten sie Datenmaterial von 20-jährigen Männern und Frauen aus den Niederlanden.
Anhand von statistischen Erkrankungswahrscheinlichkeiten berechneten sie für jede Gruppe die zu erwartenden Krankheiten im Laufe des Lebens und die damit verbundenen Kosten - bis zum jeweiligen statistischen Todesalter. Gesunde, schlanke Menschen hatten der Erhebung zufolge eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84 Jahren. Bei Übergewichtige waren es etwa 80, bei Rauchern rund 77 Jahre.
Raucher und Fettleibige neigten stärker zu Herzkrankheiten als die gesunde Vergleichsgruppe. Krebserkrankungen traten - abgesehen von Lungenkrebs - bei allen jedoch gleich häufig auf. Diabetes wurde am häufigsten bei den Übergewichtigen festgestellt, dafür hatten die Gesunden die meisten Schlaganfälle.
Das Ergebnis: Die Raucher kamen den Staat am billigsten. Im Alter von 20 bis zu ihrem Tod verursachten sie durchschnittlich rund 220.000 Euro an Behandlungskosten. Die Übergewichtigen kosteten 250.000 Euro. Die gesunde, schlanke Gruppe war am teuersten: 281.000 Euro
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